Zur Person

Thoralf Sängerlaub

"Heißen Sie wirklich ‚Sängerlaub'?" - Keine Ahnung, wie oft man mich das schon gefragt hat.. Also mal ehrlich: Als Pseudonym oder Künstlernamen legt sich doch keiner, der einigermaßen bei Verstand ist, so etwas freiwillig zu, gar nicht zu reden davon, wie man überhaupt auf so einen komischen Namen kommt! Er steht jedenfalls so in meiner Geburtsurkunde, die ich nebst einer Gitarre um den Hals trug, als ich 1970 auf diesem Planeten aufgeschlagen bin und zwar direkt im musikalischen Epizentrum des deutschen Ostens: Berlin.

Und hier kommt auch gleich noch ein Outing: Um ein Haar wäre aus mir sogar ein "ordentlicher" Lehrer an einer staatlichen Schule geworden. Mit Mathematik und Physik bin ich seinerzeit auf arglose Schüler losgegangen. Welcher Teufel mich da wohl geritten hat? Zum Glück kam ich aber noch rechtzeitig wieder zur Besinnung und entschied mich für die Musik als Brötchenverdienstquelle - und das war auch gut so! Seit 1995 unterrichte ich als freiberuflicher Musiklehrer Gitarre, Bass, Klavier, Keyboard und Gesang.

Als Teenager hatte ich eine Zeit lang klassischen Gitarren- und Klavierunterricht bei Herrn Professor und Frau Konzertpianistin. Es war grauenvoll. Immerzu musste ich irgendwelches Zeug spielen, was mich überhaupt nicht interessierte. Einmal ist der Herr Professor während des Unterrichts sanft eingeschlummert. Mann, war ich da froh! Ganz leise hab' ich die Gitarre beiseite gestellt und ihn bis zum Ende der Stunde weiterschnarchen lassen..

Heute mache ich den Unterricht, den ich als Teenager gern gehabt hätte.

In meinem Unterricht möchte ich unter anderem mit verschiedenen Mythen und Aberglauben aufräumen, zum Beispiel mit der Ansicht, man müsse wenigstens Musik studiert haben und Chopin vom Blatt spielen können, um es in der Musik zu etwas zu bringen. Oder man müsse sich mindestens zehn Jahre lang mit klassischem Gitarren- oder Klavierunterricht plagen, um dann irgendwann mal eine E-Gitarre oder ein Keyboard anfassen zu dürfen.